Wenn du diese Eigenschaft hast, kann dein Hund dich nicht leiden!

Hunde sind Wunder der Anpassung. Doch woran liegt es, dass es zwischen einigen Mensch-Hund-Gespannen so harmonisch läuft und bei anderen ist es etwas schwieriger? Das kannst du hier erfahren …

„Wenn der merkt, dass du Angst hast, wird es nur noch schlimmer!“ An dem Rat könnte etwas dran sein. Wer ängstlich und introvertiert ist, wird demnach häufiger von Hunden gebissen als jene robusten Hundefreunde, die sich freudig mit jedem Hund kleine Balgereien liefern. Steigt auf einer Skala von 1 bis 7 die seelische Labilität um einen Punkt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für einen Hundebiss um 23 %. Es scheint also tatsächlich am Menschen zu liegen.

Das legen zumindest die Forschungsergebnisse von Dr. Carri Westgarth von der Universität Liverpool nahe. Die Ergebnisse der Studie wurden im „British Medical Journal“ veröffentlicht. Demzufolge lieben Hunde stabile Menschen und lehnen Menschen ab, die nervös und reizbar reagieren. Und zwar so sehr, dass Menschen mit diesen Eigenschaften ein wesentlich höheres Risiko haben, gebissen zu werden.

Die Studie

Im Rahmen dieser Studie befragten die Wissenschaftler knapp 700 Haushalte, damit nicht nur die Bisse ausgewertet werden, die medizinischer Behandlung im Krankenhaus bedurften und deswegen bereits statistisch erfasst waren, sondern um auch kleinere Vorfälle mit zu berücksichtigen, die keinerlei medizinischer Versorgung bedurften. Mit einem Selbstauskunftsfragebogen konnten die Befragten auf einer Skala von 1 bis 7 ankreuzen, wie emotional stabil, selbstbewusst und mutig sie sich einschätzten. Und hier trat ein erstaunlicher Zusammenhang auf. Je selbstbewusster sich die Befragten einschätzten, desto mehr sank die Wahrscheinlichkeit, von einem Hund gebissen zu werden. Dieser Zusammenhang zwischen emotionalem Zustand und Hundebissen wurde in dieser Studie zum ersten Mal nachgewiesen.

Männer wurden zweimal häufiger gebissen als Frauen, obwohl sie sich im Selbstauskunftsfragebogen deutlich selbstbewusster einschätzten.

Wenig überraschend fanden die Forscher heraus, dass Hundebesitzer ein höheres Risiko haben, von einem Hund gebissen zu werden. Aber eben nicht, wie viele glauben, überwiegend von dem eigenen Hund. In 55% der Fälle sind es fremde Hunde, die eben einmal herzhaft zulangen. Ebenfalls überraschend: Männer wurden zweimal häufiger gebissen als Frauen, obwohl sie sich im Selbstauskunftsfragebogen deutlich selbstbewusster einschätzten, als die Frauen. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Selbstwahrnehmung der Männer wahrscheinlich nicht stimme und dass der Hund den weichen Kern im nach außen hin so rauen Kerl wittern würde.

Der Studie zufolge lieben Hunde stabile Menschen und lehnen Menschen ab, die nervös und reizbar reagieren. Und zwar so sehr, dass Menschen mit diesen Eigenschaften ein wesentlich höheres Risiko haben, gebissen zu werden.

Was kann man daraus ableiten?

So kommt Studienleiterin Dr. Westgarth zu der Schlussfolgerung, dass Menschen sich selbst hinterfragen sollten, wenn sie mit Hunden umgehen. Sie empfiehlt, sich im Umgang mit Hunden in einen Zustand der Ruhe zu bringen, auch oder gerade dann, wenn man nervös ist. Am Wichtigsten sei es, „sich von einem Hund zurückzuziehen, der besorgt aussieht oder der sich von einem zurückziehen möchte, und sich auf einen Fall dem Hund aufzudrängen“.

Der Artikel stammt ursprünglich aus dem Magazin HundeWelt. Hier geht´s zur HundeWelt-Homepage.

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