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Natürlich gutes Spielzeug

Mal ehrlich: es ist nicht immer leicht, Katzen bei Laune zu halten. Für die meisten Pelznasen wird selbst das beste Lieblingsspielzeug nach einer Weile langweilig. Wie gut, dass es einige gute und natürliche Möglichkeiten gibt, aufkeimende Ödnis ruckzuck zu vertreiben.

Im Kampf gegen die Langeweile

Spielzeug und -angeln, die permanent zur Verfügung stehen, können sehr schnell öde werden. Deshalb gilt auch bei Katzen das Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ Bewahre Spielangeln immer außerhalb der Reichweite ihrer Minitiger auf und zaubere diese nur zum interaktiven Spaß mit den Fellnasen hervor. Wenn du zusätzlich feste Abläufe für das gemeinschaftliche Spiel in euren gemeinsamen Tagesrhythmus integrieren, werden aus den Spieleinheiten zuerst Routinen, die im Laufe der Zeit zu lieb gewonnenen Ritualen zwischen Ihnen und den Parkettpanthern werden. Spätestens dann freust du dich über deine Katzen, die zu ganz bestimmten Zeiten vor dem Schrank oder der Abstellkammer stehen, wo sich die Spielangeln verbergen und dir zeigen, dass es längst Zeit für gemeinsames Spiel ist. Großartig!

Die richtige Unterbringung

Verstaue kleines Spielzeug wie etwa Fellmäuse oder Bällchen beispielsweise in einer Kiste, zu der die Katzen keinen Zugriff haben. Achte bitte immer darauf, dass den Tieren ausreichend kleines Spielzeug zu Selbstbeschäftigung zur Verfügung steht, damit sie rumtoben können, wenn ihnen danach ist. Das wechselnde zur Verfügung stellen des Spielzeugs hat folgende Vorteile: Zum einen musst du nicht dauernd etwas Neues kaufen, was die Katzen frisch und aufregend finden. Zum anderen haben die Felinen häufiger Spielzeug, was sie jedes Mal aufs Neue entdecken können. Teste das einfach mal aus.

Kreative Alternativen suchen

Natürlich kann trotz dieser Maßnahmen Langeweile aufkommen. Katzen sind sehr schlau, erfindungsreich und meistens sehr neugierig. Gut, dass es einige recht einfache Optionen gibt, für Unterhaltung zu sorgen. Bringe von einem Spaziergang doch einmal Eichelhütchen, Haselnüsse, Federn oder Ähnliches mit. Deine Stubentiger erfassen bei diesen Dingen zuerst geruchlich ganz viele Informationen, die uns Dosenöffnenden einfach verschlossen bleiben. Zudem lässt es sich in der Regel mit diesen kleinen Mitbringseln prima spielen. Das Spiel muss nicht lange dauern, vergiss nie: Qualität geht vor Quantität, in der Kürze liegt die Würze.

Daneben können gerade die eigenen vier Wände unterschiedlichste Ablenkun gen bieten: Getränkekappen flitschen wunderbar über den Boden, Paketschnüre eignen sich für ein schnelles gemeinsames Spielchen, Haargummis bereiten Freude. Halte die Augen offen, bleib kreativ.

Kleine Dinge, die die Katzenpfoten leicht bewegen können, nicht verschluckbar sind, eignen sich für eine kurze spielerische Jagd. Verführerisch knisterndes Papier aus Schuhkartons oder Papiertüten bietet einen wunderbaren Sitz- und Liegeplatz und eine tolle Versteckmöglichkeit.


Safety first

Beobachte deine Katze bitte immer beim Spiel mit neuen Gegenständen! Gerade bei Plastik ist es extrem wichtig, dass die Haustiger nicht auf diesem Material herumkauen oder es verschlucken. Schnüre oder Geschenkbänder werden leider häufig gefressen, was dramatische gesundheitliche Folgen haben kann. Schneide bei Papiertüten stets die Henkel durch. Es versteht sich von selbst, dass Plastiktüten aufgrund eines möglichen Erstickungstodes nichts im Umfeld der Katzen zu suchen haben.

Am Ball bleiben!

Auch, wenn deine Katzen nicht jedes der Angebote spannend finden und manches Geschenk links liegen lassen: Bleib am Ball, es lohnt sich! Mit der Zeit lernst du deine Katzen immer (noch) besser kennen und weißt mehr und mehr, was sie am liebsten mögen. So findet sich Stück für Stück ein kleines aber effektives Sammelsurium wunderbaren Spielzeugs im Kampf gegen mögliche Langeweile.



Ich wünsche dir und deinen Katzen viel Spaß beim gemeinsamen Erkunden, Entdecken und Spielen.


Die Buchautorin und Tierpsychologin HEIKE GROTEGUT ist studierte
Germanistin und IT-Fachfrau. Neben ihrem Beruf studierte sie
Tierpsychologie an der Akademie für Tiernaturheilkunde.

Titelbild: Adobe encierro

Der Artikel ist erschienen im Magazin OUR CATS.

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