Tolle Kiste | Bastel-Ecke

Katzen wirken ja häufig wie die einzig wahren Meister der Behaglichkeit. Höchste Zeit also, mit relativ einfachen Mitteln einen schönen Schlafplatz für sie zu zaubern.

Was uns der Schlaf verrät

Wie lange sich unsere Samtpfoten in Morpheus Armen wiegen, ist abhängig vom Alter, der Jahreszeit und den sie umgebenen Bedingungen. Während der Jugend oder im Alter, in der dunkleren Jahreszeit und bei reiner Wohnungshaltung ohne spezielle Beschäftigung wird mehr geschlafen. Durchschnittlich ratzen Katzen bis zu 15 Stunden, manche mehr. Die Schlafdauer kann ein Indiz für psychische Beeinträchtigungen sein: Wird auffällig wenig genächtigt, kann etwa eine Angststörung dahinter stecken. Wird extrem viel geschlafen, deutet das meist auf eine depressive Störung hin, wie sie manchmal in einer Trauerphase zu beobachten ist.

Bei der Wahl ihrer Ruheplätze frönen die Stubentiger ganz individuellen Vorlieben. Wer kennt das nicht? Da bietet man den Tieren super edle, ganz wunderbare Katzenhöhlen an und was passiert? Der abgeranzte Karton, der schon deutlich bessere Zeiten gesehen hat und dessen Ende im Recycling besiegelt schien, ist plötzlich the place to be. Die schöne Designerklause wird links liegen gelassen.

Der perfekte Schlafplatz

Die meisten Katzen bevorzugen trockene, warme, gern auch weiche Örtlichkeiten, die jahreszeitlichen Änderungen unterliegen. Je ängstlicher ein Tier ist, desto geschütztere Stellen werden aufgesucht. Totale Entspannung und ein wirklicher Tiefschlaf ist für manche Mieze einzig in sichtgeschützten Verstecken möglich, zu denen der dosenöffnende Mensch nur schwer Zugriff hat. Besonders beliebt sind bei vielen Pelznasen Lokalitäten, in die sie knapp mit ihrem Körper reinpassen oder höhlenartige Bauten wie Wäschekörbe, Waschbecken oder der Karton – DER Klassiker schlechthin im ewigen Ranking der beliebtesten Ruheplätze für Katzen.
Genau wie die Schlafstätte hängt auch die Schlafstellung von recht eigen(sinnigen) Vorlieben und den Wetterverhältnissen ab: Da wird in Seitenlage geschlummert, andere ruhen eingerollt, manche ganz lässig auf dem Rücken. Sehr soziale Fellnasen präferieren engen Körperkontakt.

Doch egal, ob sich deine Katzen am liebsten in unbequem wirkenden Haltungen in enge Pappboxen quetschen, so freuen sie sich hoffentlich über ein weiteres komfortables Schlafangebot.

Benötigtes Material:

  • Eine Obstkiste aus dem Handel. Verwende nicht die ganz günstigen Behälter, hier ragen viel zu häufig noch Tackerklammern heraus, die eine Verletzungsgefahr bedeuten können.
  • Schleifpapier, Pinsel und ungiftige Farbe, die auch für Kinderspielzeug zugelassen ist, ganz nach deinem Geschmack

So geht´s:

• Nägel, Splitter oder Klammern entfernen, falls vorhanden. Wenn die Oberfläche zu rau sein sollte, bitte mit dem Schleifpapier glätten.
• Alte bedruckte Kisten sehen teils auch unlackiert sehr gut aus. Sonst mit dem ungiftigen Lack einpinseln und komplett trocknen lassen.
• Damit es richtig gemütlich für die Parkettpanther wird, lege ganz nach deinem Geschmack für die Kiste passende Kissen und Decken hinein.
• Jetzt noch schnell an einen schönen Platz aufstellen und fertig ist ein feiner Hygge-Ort für deine Katzen!

Viel Spaß!


Die Buchautorin und Tierpsychologin HEIKE GROTEGUT ist studierte
Germanistin und IT-Fachfrau. Neben ihrem Beruf studierte sie
Tierpsychologie an der Akademie für Tiernaturheilkunde.

Der Artikel ist erschienen im Magazin OUR CATS.

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