Power-Knolle: Rote Bete als Leistungsbooster

Profi-Läufer schwören auf die Rote Bete, sie soll schneller machen. Aber was ist dran an der roten Knolle?

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Rote Bete hat einen leicht erdigen Geschmack und färbt nicht nur die Hände rot. Kurze Zeit nach Verzehr der roten Knolle, zeigt sich auch der Urin rötlich gefärbt.

Rote Bete enthält einen Vitalstoffmix aus Folsäure, Eisen und Vitaminen der B-Gruppe. Diese Kombination begünstigt die Blutbildung. Die Gefäße werden vor Ablagerungen bewahrt, weshalb die gesunde Knolle als vorbeugendes Heilmittel gegen Arteriosklerose, Schlaganfälle und Herzinfarkte empfohlen wird.

Rote Bete wirkt der Übersäuerung des Körpers entgegen und soll mit ihren Vitalstoffen Entzündungskrankheiten abwehren. Ein wichtiger Gesundheitsfaktor ist der Betanin-Gehalt – ein Antioxidans, das der Bete nicht nur ihre knallig pink-rote Farbe verleiht, sondern eben auch die Gefäße schützt, das Immunsystem stärkt und die Leber entlastet. Auch beim Abnehmen ist die Rübe eine hilfreiche Sache. Sie ist reich an Ballaststoffen, kalorienarm und führt zu einer langen Sättigung. Selbst bei beginnenden Erkältungen und Verdauungsproblemen soll Rote Bete Linderung verschaffen.

Legales Doping

Die hohe Konzentration an Nitrat hat interessante Auswirkungen auf den menschlichen Körper unter Belastung. So wird der Blutdruck auf ganz natürliche Weise gesenkt, die Blutgefäße werden erweitert, die Durchblutung des Muskelgewebes und der Organe wird verbessert. Das Herz und die gesamte beanspruchte Muskulatur benötigen so während der sportlichen Belastung weniger Sauerstoff für ihre Arbeit. Wissenschaftler der University of Northumbria zeigten, dass sich die Leistung der Teilnehmer durch den Verzehr von Roter Bete schon nach drei Tagen verbessert hat. Wer den Rote-Bete-Saft zu sich nahm, sprang um durchschnittlich 18 Prozent höher als die Teilnehmer aus der Placebo-Gruppe. Die Einnahme des Rote-Bete-Safts reduzierte zudem die Schmerzen und führte offenbar zu einer kürzeren Erholungszeit zwischen den durchgeführten Übungen. Durch das regelmäßige Trinken des Wurzelgemüses wird also mehr Sauerstoff zur Muskulatur transportiert und die Belastung des Herzens verringert. So kann sich die Muskulatur nach dem Sport schneller erholen, und die Regenerationszeit wird verkürzt. 

Roh oder gekocht

Rote Bete schmeckt am besten, wenn sie gekocht ist, aber roh in hauchdünne Scheiben geschnitten hat sie noch alle Vitamine in sich. Man kann sie gekocht unter Kartoffeln stampfen oder roh als Salat mit Äpfeln und Zwiebeln genießen. Wer lieber Saft trinkt, kann sie gut zu Smoothies verarbeiten. Dafür sollte man sie aber klein schneiden. Bei der Verarbeitung sollte man Handschuhe anziehen, denn die Rote Bete färbt wirklich gut. Flecken auf der Kleidung bekommt man nur schwer wieder raus.

Sie hinterlässt also einen bleibenden Eindruck in jeder Beziehung. ?

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