Pflanzen für die Psyche

Mit natürlichen Heilmitteln kannst du eine Vielzahl von psychischen Problemen beim Hund in den Griff bekommen.

Du fühlst dich ausgebrannt, hast täglich das Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung? Leidest unter andauernden Schlafstörungen? Du bist häufig erkältet, leidest unter Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und/oder Rückenproblemen? Dir ist schwindelig, du hast einen erhöhten Puls und Herzschlag, evtl. auch noch einen erhöhten Cholesterin-Spiegel? Dann stimmt bei dir etwas nicht! Und nicht nur bei dir! Beobachte deinen Hund genau – entdeckst du vielleicht auch äußere Anzeichen dafür, dass er unter Stress leidet? Denn nur zu oft zeigen sich ähnliche Symptome bei Mensch und Hund.

Mensch und Hund leiden

Selbst, wenn wir nicht direkt betroffen sind und Symptome wie zuvor beschrieben haben, sollten wir unseren Hund – vor allem wenn wir in einer Großstadt leben oder der Hund vielen Reizen ausgesetzt ist – nie vergessen. Denn auch er besitzt eine Psyche, die angegriffen sein kann. Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blasenprobleme können Begleiterscheinungen von Stress sein, ebenso Allergien, chronische Leiden oder Hautprobleme, um nur einige zu nennen.

Emotionale Störungen

Oft treibt der Halter durch falsches Verhalten seinen Vierbeiner in einen Zustand emotionaler Erschöpfung und verminderter Leistungsfähigkeit. Manche Halter setzen falsche Erwartungen an ihre Hunde, welche diese so stressen können, dass sie Verhaltensstörungen aufweisen. Was tun wir dann? Wir gehen zu einem Hundetrainer, erhoffen uns von diesem Hilfe und was passiert? Manche Trainer arbeiten mit fragwürdigen Hilfsmitteln, welche unsere Hunde in eine noch größere Überforderung treiben und damit ins Burnout.

Warnsignale ernst nehmen

Die ersten Warnsignale solltest du ernst nehmen, um es erst gar nicht zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen zu lassen. Zeigt dein Hund eine verlangsamte Aktivität, verminderte Belastbarkeit oder Stimmungsschwankungen? Ist er unruhig oder andauernd müde? Fängt er an, sich ständig und überall am Körper zu lecken? Dann überprüfe, ob dein Hund ausreichend Ruhephasen bekommt oder ob du etwas im Verhalten ihm gegenüber ändern könnest. Hole dir ruhig kompetente Hilfe, auch als erfahrener Hundehalter. Die heutige Zeit ist Stresszeit, und somit hat dies Auswirkung auf die ganze Haltung und Erziehung deines Hundes. Zurzeit leben immer mehr Menschen und Tiere mit psychischen Erkrankungen, Burnout ist ein mittlerweile bekannter Begriff unter diesen Erkrankungen und sollte nicht unterschätzt werden. In den 1970er Jahren entstand der Begriff „Burnout-Syndrom“ und beschreibt damals wie heute den Zustand der emotionalen Erschöpfung.

Nicht jeder Stress ist schlecht

Es gibt verschiedene Arten von Stress. Positiver Stress kann uns zufriedener machen und steigert das Selbstvertrauen.

Viel häufiger ist dagegen der negative Stress. Dieser schadet, wir fühlen uns überfordert, energielos, die Leistungsfähigkeit sinkt, wir werden krank. Studien belegen, dass Dauerstress zu einem der größten Gesundheitsrisiken des 21. Jahrhunderts geworden ist, und das, obwohl es sich nicht um ein neues Phänomen handelt, sondern seit Urzeiten besteht.

Auch unsere Vorfahren in der Steinzeit kamen natürlich in Gefahrensituationen, die bei ihnen Stress auslösten. Das äußerte sich körperlich durch eine Erhöhung des Herzschlags, der Muskelspannung und des Blutdrucks. Weiter wurden bestimmte Hormone ausgeschüttet. Das diente dazu, dass Energien freigesetzt wurden, aber auch dazu, dass das Immunsystem heruntergefahren und die Verdauung verlangsamt wurde. So war der Körper bereit für Kampf oder Flucht.

Nachdem die Gefahrensituation überstanden war, folgte die Erholungsphase, welche unbedingt notwendig war. So konnte sich der Körper regenerieren und den Energiespeicher wieder auffüllen. Dauerstress hingegen führt langfristig zu einer Gewichtszunahme und zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses sowie zu Haarausfall. Auch Kinder haben darunter zu leiden, denn jedes zweite leidet unter Schulstress. Schulischer Leistungsdruck und Angst vor schlechten Noten sind starke Auslöser, die man nicht unterschätzen sollte. Schlafstörungen, Gereiztheit, Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen sind die häufigsten Folgen. Hat dein Hund engen Kontakt zum Mensch, überträgt sich auch der Stress auf ihn. Jeder dritte Deutsche leidet unter Dauerstress. Es gibt hierbei viele unterschiedliche Stressoren.

Wie wirkt sich Stress beim Hund aus?

Unter Druck werden die sogenannten Stresshormone Adrenalin und Cortison vom Körper ausgeschüttet. Diese Hormone versetzen den Körper in eine erhöhte Alarmbereitschaft. Es werden dadurch Blutdruck, Puls und Atemfrequenz erhöht, währenddessen Organe wie Haut, Magen und Darm dabei vermindert durchblutet werden. Für manche Hunde bedeutet Stress schon, wenn der gewohnte Tagesrhythmus abweicht, oder bestimmte Gerüche, Geräusche, Situationen auftreten. Auch ein Konkurrenzkampf zu anderen Hunden, Besitzerwechsel, Umzug, Tierarztbesuch können zu Strapazen führen, genauso wie der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst. Was kann man tun, wenn klar ist, dass Dauerstress die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Hundes negativ beeinträchtigt? Entscheidend ist: Wir müssen dagegen etwas unternehmen!

Das hilft gegen Stress

Gönne dir und deinem Hund ausreichende Ruhephasen. Halte einen gewissen Rhythmus ein, dazu gehören auch geregelte Fütterungszeiten. Beuge Extremsituationen vor. Bereite also deinen Hund rechtzeitig auf Situationen wie z.B. Reisen, Umzug, Feierlichkeiten, Silvesternacht vor. Vor allem die Natur kann uns helfen, dass es gar nicht erst schlimm wird.

Die Natur ist ein großartiger Helfer

Wenn es darum geht, die Psyche des Hundes zu stärken, ist die Natur ein großartiger Helfer. Vor allem Baldrian, Johanniskraut, Kardobenediktenkraut, Melisse und Rosmarin sind perfekt geeignet. Denn das sind die fünf wichtigsten Heilkräuter für die Psyche des Hundes. Koche einen Tee aus einem dieser Kräuter und gebe diesen über das Futter. Für einen Tee übergießt man 1-2 Teelöffel der Kräuter mit ¼ Liter kochendem Wasser, diesen lässt man 10 Minuten ziehen, bevor man unter das Futter mengt. Die getrockneten Kräuter gibt es in der Apotheke oder im Drogeriemarkt. Manche Kräuter kann man auch frisch verwenden.

Die Wirkung der Kräuter

  • Baldrian ist bekannt für seine beruhigende Wirkung. Das ätherische Öl der Baldrianwurzel wird daher gegen Schlafstörungen, nervös bedingte Unruhezustände sowie Angst- und Spannungszustände eingesetzt. Auch bei nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden kommt Baldrian zum Einsatz.
  • Johanniskraut wird vor allem bei leichten und mittelschweren Depressionen, Verstimmungen und Niedergeschlagenheit eingesetzt. Die Wirkung von Johanniskrautextrakt ist vergleichbar mit der von chemischen Medikamenten, welche gegen Depressionen, sogenannte Antidepressiva, eingesetzt werden.
  • Kardobenediktenkraut wird hauptsächlich bei nervös bedingten Magen- und Darm-Beschwerden und bei leichten depressiven Verstimmungen eingesetzt.
  • Melisse wirkt beruhigend, entspannend und angstlösend, hilft bei Depressionen, Unruhezuständen und Schlafstörungen. Rosmarin wirkt bei fast allen nervösen Beschwerden, wie z.B. nervöse Depressionen, nervöse Müdigkeit, Antriebsschwäche.
  • Rosmarin wirkt anregend und belebend.
  • Bei Schlafstörungen haben sich folgende Kräuter bewährt: Amarant, Beifuß, Eberraute und Hopfen. Auch diese lassen sich als Teeaufguss oder frisch dem Futter beimengen.
  • Darüber hinaus gibt es noch weitere Heilpflanzen, die bei psychischen Problemen eingesetzt werden können. Jedoch sollte man hier nicht selbst experimentieren, sondern sich entsprechend beraten lassen. Dazu zählen Bergamotte, Boretsch, Damiana, Germer, Kuhschelle / Küchenschelle, Mutterkraut, Nieswurz, Salbei, Wilder Yams und Passionsblume.

Titelfoto: Adobe Stock/Andrea Mayer


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