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Wundermittel: Heidelbeere

Die Heidelbeere, oft auch Blaubeere genannt, schmeckt nicht nur wunderbar lecker, sie hat auch viele gesunde Inhaltsstoffe.

Die wirksamen Inhaltsstoffe der Heidelbeere befinden sich in den Früchten und in den Blättern der Pflanze. Die dunkelblauen Früchte enthalten reichlich blaue Farbstoffe, die antioxidativ wirken. Die Anthocyane werden vom Körper sehr gut aufgenommen und erhöhen das Antioxidantien-Niveau sowohl beim Menschen als auch bei der Katze. Neben Flavonoiden, Gerbstoffen, Pektinen enthalten die Pflanzenteile die Vitamine A, B und C. Auch der Gehalt an Chrom ist bemerkenswert hoch.

Altbewährtes Heilmittel

Als Heilpflanze ist die Heidelbeere bereits seit dem Mittelalter bekannt. Aufgrund des Gerbstoffgehalts ist die Heidelbeere in erster Linie als gutes Mittel gegen Durchfall bekannt. Hildegard von Bingen setzte sie im 12. Jahrhundert erstmals gegen Durchfall ein. Die Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen. Die Schleimhautoberfläche verfestigt sich dadurch und so gelangen keine Durchfallerreger in die Darmschleimhaut und Wasser und Nährstoffe gehen nicht verloren.

Das enthaltene Myrtillin hemmt zudem das Wachstum von Krankheitserregern im Darm. Die enthaltene Ellagsäure trägt dazu bei, dass Giftstoffe aus den Darmwänden entzogen werden. Daher eignet sich Heidelbeere auch bei akuten und chronischen Vergiftungen sehr gut. Als Tee unters Futter gemischt sorgt Heidelbeere bei Durchfallerkrankungen, Blähungen, Magen- und Darmschleimhautentzündungen und bei Harnwegsentzündungen für schnelle Hilfe.


Bestimmte Blaubeersubstanzen senken den Blutzuckerspiegel und haben eine antibakterielle, immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung. Äußerlich kann die Heidelbeere, aufgrund ihrer wundheilenden und entzündungshemmenden Wirkung, als Umschlag bei juckenden Hauterkrankungen, Ekzemen und Geschwüren angewandt werden.

Schon gewusst? Aufgrund der hohen antioxidativen Wirkung können Heidelbeeren vor Hautalterung schützen.

Verwendung der Heidelbeere

Die Heidelbeeren reifen entsprechend der Witterung meist ab Anfang Juli bis August und können geerntet werden. Das Trocknen ist eine beliebte Technik zur Haltbarmachung von Heidelbeeren. Dazu legen Sie die gewaschenen Heidelbeeren einfach möglichst einlagig und locker auf ein Backblech und stellen es ins Freie an einen sonnigen Platz. Nach drei bis vier Tagen können Sie die restlos getrockneten Früchte in Aufbewahrungsgefäße umfüllen.

Wichtig: Die in der Heidelbeere enthaltenen Gerbstoffe können die Wirkung von Arzneimitteln abschwächen. Deshalb sollten die Medikamente nicht zusammen mit Heidelbeertee verabreicht werden – optimal sind zwei bis drei Stunden Abstand.

Heidelbeere ist ein verzweigter Stauch, der bis zu 50 cm hoch wird. Die Pflanze ist hierzulande heimisch und fühlt sich in Nadelwäldern wohl. Mittlerweile wird die Heidelbeere großflächig angebaut und ist in vielen Gärten zu finden. Die Früchte der Kulturheidelbeere sind größer, allerdings ist die wilde Form reicher an Aromen und enthält mehr von dem gesundheitsfördernden blauen Farbstoff.

Rezept: Heidelbeertee

  • 2 Teelöffel getrocknete Beeren
  • 1/4 Liter Wasser

Die getrockneten Heidelbeeren mit kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend abseihen.
Den warmen Tee mit etwas Honig süßen und unters Futter mischen. Katzenwelpen bekommen 2 mal täglich 1/2 TL Tee, Katzen mit einem Körpergewicht von 4 kg – 2TL.
Bei Blasenentzündungen hat sich der Tee bei Katzen besonders bewährt.

Tipp: Man kann Heidelbeeren auch im Backofen trocknen. Hierbei sollten die Früchte möglichst locker und einlagig auf einem Blech verteilt sein. Die Beeren werden bei maximal 60 Grad Celsius und eingeklemmtem Holzkochlöffel in der Backofentür (damit die austretende Feuchtigkeit aus den Früchten entweichen kann) getrocknet.

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