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Durch Zecken übertragen: Das FSME-Virus

Mit dem Frühling startet nicht nur die wärmere Jahreszeit, sondern auch die Zeckensaison. Jetzt sollte man sich entsprechend vorbereiten: Denn der richtige Zeckenschutz ist nicht zu unterschätzen. Schließlich kann ein Zeckenbiss Krankheiten wie Borreliose sowie das FSME-Virus übertragen.

Begrenzter Schutz

Die Gefahr eines Zeckenbisses ist leider allgegenwärtig. Denn schon beim Spaziergang durch den Park oder im Wald besteht stets das Risiko, dass sich eine Zecke unbemerkt im Fell des Vierbeiners verfängt und sich von dort aus in die Haut einnistet. Auch im eigenen Garten sollte man den Hund schützen. Denn nicht immer verstecken sich Zecken in Bäumen, auch Wiesen und Büsche sind bevorzugte Lebensräume der Parasiten.

Bekannte Zeckenschutzmittel sind Spot-On-Präparate oder Zeckenhalsbänder. Die sollten auch weiterhin fester Bestandteil der Hundehalter-Ausrüstung bleiben, da sie den Schutz vor den Parasiten erhöhen. Besonders guten Schutz gewährt eine Impfung gegen die Borreliose-Viren, die durch einen Biss übertragen werden. Das derzeitige Problem: Gegen die Frühsommer-Meningoenzaphelitis (FSME) gibt es derzeit weder für Katzen noch für Hunde einen Impfstoff. Da sich hierzulande durch unsere steigenden Temperaturen immer mehr Zeckenarten ansiedeln, ist das Risiko höher als zuvor.

Das FSME-Virus

Die Frühsommer-Meningoenzaphelitis ist eine Entzündung der Hirnhaut des Hundes und wird zum Beispiel durch den Speichel von Zecken bei einem Biss übertragen. Der Verlauf der Krankheit ist von Tier zu Tier unterschiedlich. In einigen Fällen zeigen sich die ersten Symptome schon sehr früh und plötzlich. Hier besteht leider eine hohe Sterberate. Bei akutem Verlauf zeigen sich innerhalb von 1-3 Wochen unterschiedlich stark ausgeprägte Symptome. Außerdem kann die Erkrankung chronisch verlaufen, hier zeigen die Vierbeiner meist keine Symptome.

Glücklicherweise tritt die FSME bisher bei Hunden in Deutschland selten auf. Die meisten Fälle wurden in Süddeutschland bekannt. Dennoch zeigt es uns, dass wir den Zeckenschutz nicht vernachlässigen sollten.

Achtsam bleiben

Vorsorge ist die beste Medizin: Denn am besten schützen kannst du deinen Hund dadurch, ihn nach jedem Spaziergang in der Natur und Gang in den Garten gründlich zu untersuchen. Auch das regelmäßige und sorgfältige Bürsten deines Vierbeiners kann dabei helfen, Zeckenbisse früh zu erkennen. Zum Tierarzt solltest du dann gehen, wenn eine Bissstelle gerötet ist und du die Zecke nicht vollständig entfernen konntest. Auch bei ersten Krankheitsanzeichen wie Fieber oder Schwäche nach einem Zeckenbiss ist der Tierarztbesuch essentiell. So kannst du deinen Vierbeiner schützen!

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