Der Labradoodle | Mischlinge verstehen lernen!


Manchmal sind Mischlings-Hunde für den Halter ein Rätsel. Theodor Heßling bringt Licht ins Dunkle und erklärt in dieser Serie, vor welche Herausforderungen die Natur so manche Mischlingskombination stellen kann. 

Der Pudel

Ein Hund mit vielen Varianten im Erscheinungsbild, ob es nun um die Schulterhöhe geht, vom Toy Pudel mit etwa 28cm bis hin zum Großpudel mit durchschnittlich 60 cm oder die unterschiedlichen Farbschläge. Die Entstehungsgeschichte ist etwas umstritten, heute geht man davon aus, dass der Ursprung aus Frankreich stammt. Die ersten Erwähnungen dieser Rasse erfolgen meiner Kenntnis nach um 1555 durch Conrad Gessner. 

Pudel – immer gut gelaunt und von Fachleuten seit vielen Jahren als Familienhund empfohlen. Empfohlen deshalb, weil es sich um eine gesunde Rasse mit ausgesprochen gutem Wesen handelt. Aggressionsbereitschaft gegenüber Menschen und Hunden ist dem Pudeln in der Regel fremd. Auf Grund seines guten Wesens und seiner schnellen Lernfähigkeit wurde der Pudel zum Jagdhund auf Wasserwild oder aber auch als Hütehund eingesetzt.

Ein Hund, den ich gerne empfehle, da er sich sowohl für den Hundesport sehr gut eignet und als Familienhund ebenfalls optimal ist.

Sein Fell unterliegt keinem Haarwechsel, aus diesem Grund muss der Pudel von Zeit zu Zeit geschoren werden. Wenn er auch heutzutage auf Grund der Zuchtselektion kaum noch jagdliche Ambitionen hat, ist seine Apportierfreude noch sehr ausgeprägt. Ein Hund, den ich gerne empfehle, da er sich sowohl für den Hundesport sehr gut eignet und als Familienhund ebenfalls optimal ist. Er ist in seinem Verhalten neutral und eigenständig.

Der Labrador-Retriever

Die Vorfahren des Labradors stammen wie einige andere Hunderassen auch, beispielsweise Landseer und Neufundländer, von der kanadischen Ostküste. Hauptsächlich war die Zucht von Hunden auf der Labrador Halbinsel eine gängige Sache und ein Wetteifern um den besten familientauglichen Hund. Über die ursprüngliche Rasse Labrador Retriever besteht wenig Klarheit. Es ist nur bekannt, dass die Bezeichnung Labrador ab 1870 benutzt wurde, aus kynologischer Sicht also keine alte Rasse. Durch den Earl Maimesbury (1778-1841) fand die Rasse auf Grund ihres freundlichen Wesens und der auftretenden Apportierfreudigkeit besonders in der Wasserarbeit als Jagdhund Einzug, vorrangig in adeligen Kreisen. Heute ist der Labrador Retriever eine häufig geführte Rasse und in mannigfachen Bereichen der Hundehaltung etabliert, sei es als Familien-, Jagd- oder Behindertenbegleithund, um nur einige zu benennen.

Auf Grund der dominanten Anlagen gibt es bei dieser Mischung selten Probleme in der Erziehung und Haltung.

So wird der „Labradoodle“ erzogen.

Auf Grund der dominanten Anlagen gibt es bei dieser Mischung selten Probleme in der Erziehung und Haltung. Hier setzen sich die Anlagen der Friedfertigkeit und Freundlichkeit zu Menschen und Hunden durch. Labradoodle gelten auch unproblematisch im Bereich der Fütterung oder Gesundheit. Besonders geeignet ist dieser Hybride für Familien mit Kindern. Bei der Erziehung ist der Hund leicht über eine positive Konditionierung durch freundliche Ansprache und Leckerchen zu motivieren. Da diese Verbindung eine hohe Reizschwelle hat, wird jedoch ein etwas längerer Zeitraum zur Konditionierung benötigt, wie bei manch einem Hund mit niedriger Reizschwelle. Der Labradoodle lernt also etwas langsamer. Hunde mit einer niedrigen Reizschwelle sind sehr oft agiler und temperamentvoller. Dies kann man im reifen Alter dieser Mischung meiner Meinung nach nicht erwarten. In zunehmendem Alter sind sie sehr ruhig und ausgeglichen, deshalb auch für ältere Personen geeignet. Also eine empfehlenswerte Mischung.




Erziehungs-Experte Theodor Heßling.

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