Der Urlaub naht, und die Katze kommt nicht mit. Doch wer kümmert sich um sie: eine Nachbarin, ein professioneller Katzensitter oder eine Katzenpension? Beide Wege können gut sein. Welcher besser passt, hängt vor allem von deiner Katze ab.
Warum viele Katzen zu Hause besser aufgehoben sind
Viele Katzen binden sich stark an ihr Revier. Die vertraute Wohnung mit ihren Gerüchen, Liegeplätzen und Abläufen gibt ihnen Sicherheit. Für die meisten Katzen ist es deshalb die schonendste Lösung, wenn sie im Urlaub zu Hause bleiben und dort gut versorgt werden. Auch die britische Katzenschutzorganisation Cats Protection nennt das Zuhause die sicherste und am wenigsten verunsichernde Möglichkeit.
Eine Katzenpension ist trotzdem kein schlechter Weg. Für Katzen, die mit fremder Umgebung und fremden Menschen gut zurechtkommen, kann sie eine gute Alternative sein. Eine Studie hat dazu 140 Katzen in Pensionen über einen zweiwöchigen Aufenthalt beobachtet: Rund zwei Drittel kamen gut zurecht, für das übrige Drittel war der Aufenthalt belastender. Bei 4 Prozent der Katzen sank der hohe Stress in den zwei Wochen gar nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die meisten Katzen ist eine gute Betreuung zu Hause die schonendste Lösung.
- Ein Katzensitter sollte mindestens zweimal am Tag kommen, bei sehr jungen, alten oder kranken Katzen unter Umständen öfter.
- Eine Pension passt eher zu gelassenen, offenen Katzen. Schau sie dir vorher an und buche früh.
Im kostenfreien Themenmodul „Reisen mit Hund und Katze“ auf Minerva Campus klärst du mit der Entscheidungshilfe, ob deine Katze mitkommt oder besser zu Hause bleibt. Im Betreuungs-Steckbrief trägst du Futter, Medikamente, Tierarztpraxis, Notfallkontakt und Eigenheiten deiner Katze auf einem Blatt ein, fertig zum Ausdrucken für Sitter oder Pension. Dazu gibt es Reise-Checkliste, Packliste, Zusatzmaterial und ein kurzes Einführungsvideo von Frank de la Motte. Das Themenmodul ist kostenfrei, du meldest dich nur an.
Zum Themenmodul auf Minerva CampusDer Katzensitter: So klappt die Betreuung zu Hause
Ein Katzensitter kann eine Person aus Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft sein oder ein professioneller Dienst. Wichtig ist, dass er verlässlich ist und deine Katze nicht nur füttert, sondern auch nach ihr schaut, mit ihr spielt und das Katzenklo sauber hält.
- Wie oft: mindestens zweimal am Tag, so empfiehlt es Cats Protection. Sehr junge, alte oder kranke Katzen können häufigere Besuche brauchen.
- Kennenlernen: den Sitter so früh wie möglich, spätestens ein paar Tage vor der Abreise, zu Hause mit der Katze bekannt machen.
- Absichern: bei professionellen Sittern nach Referenzen, Bewertungen und Versicherung fragen. Wenn deine Katze Medikamente braucht, muss der Sitter damit umgehen können.
- Ersatz einplanen: früh buchen und eine zweite Person für den Notfall in petto haben. Auch ein Ersatzschlüssel bei einer Vertrauensperson hilft.
Leg dem Sitter alles bereit: genug Futter, Streu und Medikamente, die Kontaktdaten deiner Tierarztpraxis, einen Notfallkontakt und eine kurze Anleitung für den Tagesablauf. Sag ihm auch, wo die Transportbox steht, falls deine Katze in die Praxis muss.
Die Katzenpension: Worauf du achtest
Eine Katzenpension braucht in Deutschland eine Erlaubnis der zuständigen Behörde nach § 11 Tierschutzgesetz. Frag danach, wenn du eine Pension besuchst. Schau dir die Pension vorher in Ruhe an, am besten persönlich, und achte auf diese Punkte:
- Sicherheit: Doppeltüren oder ein Sicherheitsgang verhindern, dass eine Katze entwischt.
- Getrennt von fremden Katzen: Deine Katze sollte keinen direkten Kontakt zu fremden Katzen haben, das kann sie stressen.
- Unterkunft: Sind die Gehege warm genug und gut zu reinigen? Sind Näpfe und Katzenklos sauber?
- Betreuung: Gibt die Pension Medikamente, wenn deine Katze welche braucht?
- Impfungen: Kläre vorher, welchen Impfschutz die Pension verlangt, und lass ihn bei Bedarf rechtzeitig auffrischen.
Gute Pensionen sind oft früh ausgebucht. Buche deshalb rechtzeitig, gerade für die Ferienzeit. Gib deiner Katze eine vertraute Decke oder etwas mit, das nach dir riecht.
Wann du genauer hinschaust
Frisst deine Katze in der Pension nicht, versteckt sie sich dauerhaft oder wirkt sie nach der Rückkehr verändert, sprich das mit der Pension und deiner Tierarztpraxis an. Frisst eine Katze nicht, warte nicht lange ab, sondern frag früh in der Tierarztpraxis nach. Ob deine Katze eher gelassen oder schnell gestresst reagiert, kannst du vorab mit unserem Test Lässt sich meine Katze leicht stressen? einschätzen.
Und wenn die Katze doch mitreist?
Manche Katzen reisen gelassen mit. Dann braucht es vor allem eine Transportbox, die deine Katze schon lange vor der Reise als sicheren Ort kennt, und eine sichere Fahrt: die Box gut befestigt, Pausen eingeplant und die Katze nie allein im geparkten Auto. Wie die Box zum vertrauten Schlafplatz wird, liest du auch in unserem Beitrag Entspannter Tierarztbesuch mit Katze.
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Katzensitter kommen?
Mindestens zweimal am Tag, so empfiehlt es die britische Organisation Cats Protection. Sehr junge, alte oder kranke Katzen können häufigere Besuche brauchen. Bei jedem Besuch schaut der Sitter nach Futter, Wasser und Katzenklo und nach der Katze selbst.
Ist eine Katzenpension Stress für die Katze?
Zunächst ja, doch bei den meisten Katzen lässt der Stress bald nach. In einer Studie mit 140 Katzen in Pensionen sank er vor allem in den ersten Tagen deutlich. Rund zwei Drittel kamen während eines zweiwöchigen Aufenthalts gut zurecht, für das übrige Drittel war er belastender. Nach Einschätzung von Cats Protection passt eine Pension eher zu gelassenen, offenen Katzen als zu ängstlichen.
Was braucht ein Katzensitter von mir?
Genug Futter, Streu und Medikamente, die Kontaktdaten deiner Tierarztpraxis, einen Notfallkontakt und eine Anleitung für den Tagesablauf, dazu den Hinweis, wo die Transportbox steht. Am einfachsten gibst du ihm alles auf einem Blatt.
Entscheidungshilfe, Reise-Checkliste mit Packliste, Betreuungs-Steckbrief und Reise-Infokarte: Im kostenfreien Themenmodul „Reisen mit Hund und Katze“ findest du alles, damit deine Katze im Urlaub gut versorgt ist, ob sie zu Hause bleibt oder mitreist. Mit Zusatzmaterial und einem kurzen Einführungsvideo von Frank de la Motte.
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