Tiefenmuskulatur beim Hund – Warum sie über Gesundheit entscheidet

Du erfährst, was die autochthone Rückenmuskulatur ist, warum sie so entscheidend ist und warum sie beim normalen Gassigehen nicht trainiert wird.

von Jonas Klee | Fachredaktion Gesundheit

Du siehst die Muskeln deines Hundes. Die kräftigen Oberschenkel, die breite Brust. Aber die Muskeln, die wirklich zählen, siehst du nicht. Sie liegen tief, direkt an der Wirbelsäule.

Oberflächenmuskulatur vs. Tiefenmuskulatur

Die Oberflächenmuskulatur ist das, was du sehen und fühlen kannst. Sie sorgt für Bewegung, Kraft, Geschwindigkeit.

Die Tiefenmuskulatur liegt darunter. Kleine, feine Muskelbündel direkt an den Wirbeln. Ihre Aufgabe: Stabilisierung. Sie halten die Wirbelsäule in Position, federn Erschütterungen ab und schützen vor Bandscheibenvorfällen und Spondylosen.

Auf stabilem Boden wird die Tiefenmuskulatur kaum beansprucht. Sie braucht Instabilität – permanent feine Korrekturen, Mikrobewegungen.

Was passiert, wenn die Tiefenmuskulatur verkümmert?

Ohne eine starke Tiefenmuskulatur fehlt der Wirbelsäule ihr wichtigstes Stützkorsett. Der Körper reagiert mit Verknöcherung: Spondylosen. Kalkbrücken zwischen den Wirbeln, die Schmerzen verursachen.

Tierärzte und Hundephysiotherapeuten bestätigen: Gezieltes Training auf instabilen Untergründen ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Prävention von Spondylosen und Arthrosen.

Wie trainiert man die Tiefenmuskulatur?

Durch instabile Untergründe. Wenn der Boden unter den Pfoten nachgibt, muss der Hund permanent Mikrokorrekturen vornehmen. Jede dieser kleinen Korrekturen aktiviert die autochthone Rückenmuskulatur.

Die Wolf Pack® Trainingsgeräte sind genau dafür entwickelt: Der BLUE für den Einstieg sowiue kleine bis mittelgroß0e Hunde, der CORE sowie der ALPHA (mit Seitenstabilisierung) für große Hunde.

Bonus: Der Decken-Test

Stelle deinen Hund auf eine zusammengerollte Decke oder ein Kissen. Beobachte: Steht er ruhig? Oder wackelt er? Wenn er wackelt, hat seine Tiefenmuskulatur Nachholbedarf. Das ist kein Problem. Das ist eine Information. Und der Anfang einer Lösung.

Die Muskeln, die du nicht siehst, entscheiden über die Lebensqualität deines Hundes. Es lohnt sich, ihnen Aufmerksamkeit zu schenken.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich zu Informationszwecken und ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten.

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