Von Lennard Vogel | Fachredaktion Gesundheit
Dein Hund liegt im Körbchen. Er wirkt entspannt. Vielleicht ein bisschen steif beim Aufstehen, aber das kommt ja vom Alter, denkst du. Was du nicht siehst: Sein Körper hat längst begonnen, sich selbst zu schützen. Auf eine Weise, die ihn langfristig krank macht.
Was ist eine Meidehaltung?
Wenn ein Hund Schmerzen hat oder sich verspannt fühlt, reagiert sein Körper instinktiv: Er meidet die betroffene Stelle. Er bewegt den schmerzenden Bereich weniger oder gar nicht mehr. Das klingt erst einmal logisch. Aber genau hier beginnt das Problem.
Denn die Muskulatur, die nicht bewegt wird, verhärtet sich weiter. Der Körperschwerpunkt verlagert sich fehlerhaft nach vorne, weg vom anatomischen Optimalpunkt (60 % Hinterhand, 40 % Vorderhand). Die Vorderhand übernimmt Arbeit, die ihr nicht zusteht. Die Hinterhand verkümmert. Der Rücken versteift.
Der Teufelskreis
Verspannung führt zu Meidehaltung. Meidehaltung führt zu Verhärtung. Verhärtung führt zur Gewichtsverlagerung nach vorne. Die Folge: Spondylosen (Verkalkungen der Wirbelsäule), HD und ED. Ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt und der ohne gezieltes Eingreifen nicht aufhört.
Das Heimtückische daran: Du merkst es oft erst, wenn der Schaden bereits da ist. Hunde sind Meister im Verbergen von Beschwerden. Was nach einem gemütlichen Hund aussieht, kann ein Hund in einer dauerhaften Schonhaltung sein.
Warnsignale, auf die du achten solltest
Dein Hund steht langsamer auf als früher. Er vermeidet bestimmte Bewegungen, zum Beispiel das Treppensteigen oder das Springen ins Auto. Er läuft steifer, besonders morgens oder nach einer Ruhephase. Sein Gang wirkt nicht mehr rund, sondern abgehackt. Er reagiert empfindlich, wenn du bestimmte Stellen berührst. Er belastet eine Seite sichtbar mehr als die andere.
Wenn du eines oder mehrere dieser Zeichen bemerkst, ist es Zeit zu handeln.
Den Kreislauf durchbrechen
Reine Bewegung reicht nicht aus. Gassigehen auf stabilem Boden aktiviert nur die Oberflächenmuskulatur. Was dein Hund wirklich braucht, ist ein instabiler Untergrund, der ihn zwingt, die Tiefenmuskulatur zu aktivieren – die autochthone Rückenmuskulatur direkt an der Wirbelsäule.
Genau hier setzen Trainingsgeräte wie die Wolf Pack® Produkte an. Das Training auf einem instabilen Untergrund zwingt den Hund, die Meidehaltung aufzugeben. Er muss sich ausbalancieren, die Mikromuskulatur aktivieren und seinen Schwerpunkt neu finden. Das löst Blockaden – körperliche und geistige.
Schon wenige Minuten täglich genügen. Anfänger starten mit 3 Minuten. Fortgeschrittene arbeiten 5 bis 7 Minuten. Profis trainieren 10 Minuten.
Dein Gratis-Check: Meidehaltung erkennen
Stell dich hinter deinen Hund und beobachte ihn beim Laufen. Achte auf drei Dinge: Bewegt er sich symmetrisch? Setzt er die Hinterbeine genauso aktiv ein wie die Vorderbeine? Schwingt sein Rücken fließend mit? Wenn du bei einer dieser Fragen unsicher bist, lohnt sich ein genauerer Blick – und ein Gespräch mit deinem Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten.
Mehr über den gezielten Einsatz von Balancetraining zur Prävention erfährst du in den kommenden Artikeln auf www.good4pets.de.
Dein Hund muss nicht perfekt sein. Aber du kannst dafür sorgen, dass sein Körper nicht gegen ihn arbeitet. Und manchmal fängt das einfach damit an, genauer hinzuschauen.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten.


