Matschpfoten sind im Herbst der Normalzustand. Wer sie nur oberflächlich abwischt, übersieht die Stelle, auf die es ankommt: den Bereich zwischen den Zehen.
Der Matsch am Bein ist der harmlose Teil
Nach einem Novembergang sieht die Sache eindeutig aus: braune Beine, braune Pfoten, brauner Flur. Und weil das so sichtbar ist, wird genau daran gearbeitet. Handtuch, kräftig rubbeln, fertig. Was dabei liegen bleibt, sitzt tiefer.
Zwischen den Zehen läuft die Haut in enge Falten. Dort bleibt hängen, was der Weg an festen Bestandteilen hergibt: Kies, Splitt, Sandkörner, kleine Holzstücke, im Wald auch Nadeln und harte Pflanzenreste. Feiner Matsch kittet das zusammen und trocknet zu einer Kruste. Der Hund läuft dann auf Material, das bei jedem Schritt an derselben Stelle reibt, und zwar an einer der dünnhäutigsten Stellen seines Körpers.
Das erklärt ein Verhalten, das viele erst nach Tagen einordnen. Ein Tier, das abends auffällig an einer Pfote leckt, hat oft nichts Rätselhaftes, sondern eine gereizte Stelle zwischen zwei Zehen. Wer nach dem Spaziergang dort nachsieht, spart sich diese Suche.
Die Stelle, an der es sich entscheidet
Nicht das Fell an den Beinen, sondern die Zehenzwischenräume und der Rand der Ballen. Dort wird kontrolliert, dort wird gereinigt. Der Rest ist Kosmetik für den Fußboden.
Reinigungsschaum für Pfoten von Hund und Katze, der ohne Wasser arbeitet. Die weiche Silikonbürste sitzt auf der Pumpe und kommt damit zwischen die Zehen, danach wird trocken abgewischt. 14,90 Euro im Good4Pets Store.
Zum Zauberschaum im StoreWarum das Fußbad im Alltag fast nie stattfindet
Auf dem Papier ist die Sache gelöst: Schüssel mit lauwarmem Wasser, jede Pfote hinein, mit den Fingern durch die Zehenzwischenräume, abtrocknen. Fachlich stimmt das, und nach einer richtigen Schlammtour ist es auch der einzige gründliche Weg.
Nur steht die Schüssel im Bad, und der Matsch entsteht am Feldweg. Zwischen beidem liegen der Parkplatz, das Auto, das Treppenhaus und der halbe Flur. Bis das erste Bein im Wasser ist, hat der Hund die Strecke längst gezeichnet. Bei Regen kommt hinzu, dass niemand nach einer nassen Runde noch eine zweite Nassaktion anfängt. Genau deshalb bleibt es in der Praxis beim Rubbeln mit dem Handtuch, und das erreicht die Zehenzwischenräume nicht.
Wer die Reinigung dorthin verlegt, wo der Schmutz entsteht, löst das Problem an der richtigen Stelle. Ein Schaum, der ohne Wasser arbeitet und trocken abgewischt wird, lässt sich an der offenen Kofferraumklappe anwenden, im Treppenhaus, an der Haustür. Er ersetzt kein Fußbad nach der Schlammschlacht. Er ersetzt das, was sonst gar nicht passiert.
Die Routine, die im Flur funktioniert
- Erst sehen, dann arbeiten. Zehen leicht spreizen und nachsehen. Was fest zwischen den Zehen sitzt, wird herausgenommen und nicht hineingerieben.
- Grobes trocken abnehmen. Krusten lösen sich leichter, wenn sie angetrocknet sind. Ein paar Minuten Geduld ersparen das Schrubben.
- Feuchtreinigen ohne Wasser. Schaum auf die Bürste, über Ballen und zwischen die Zehen, ohne Druck.
- Trocken abwischen und aufhören. Vor dem Punkt aufhören, an dem das Tier unruhig wird. Zwei kurze Durchgänge schlagen einen langen.
Ein Hund, der bei der Pfote grundsätzlich ausweicht, hat oft schlechte Erfahrungen mit Pflege überhaupt gemacht, meist mit dem falschen Werkzeug am Fell. Woran das liegt, steht in unserem Beitrag dazu, warum viele Hunde das Bürsten meiden.
Bei Katzen liegt der Fall anders
Freigänger bringen im Herbst dasselbe Material herein wie Hunde, nur in kleineren Mengen und über die Klappe, also unbemerkt. Das nasse Beet, der weiche Rasen, der Weg hinter der Garage: Danach läuft die Katze über Fensterbank, Regal und Bettdecke.
Der Unterschied liegt nicht in der Menge, sondern im nächsten Schritt. Eine Katze putzt ihre Pfoten selbst, und sie nimmt dabei alles auf, was daran haftet. Dazu kommt, dass ihr das Enzym Glucuronyltransferase weitgehend fehlt, mit dem andere Säugetiere bestimmte Fremdstoffe abbauen und ausscheiden. Sie reagiert deshalb empfindlicher auf Phenole und phenolische Verbindungen, wie sie in manchen ätherischen Ölen stecken. Das MSD Veterinary Manual führt das Putzen ausdrücklich als eigenen Aufnahmeweg, zusätzlich zur Haut. Beim Hund fehlt dieses Enzym nicht, ein Risiko besteht für ihn aber ebenso.
Was auf eine Katzenpfote darf und was nicht
Konzentrierte ätherische Öle sollten nie direkt auf ein Tier aufgetragen werden, bei Katzen gilt das besonders. Ein Teil der Pfotenmittel im Handel ist für Hunde gemacht und arbeitet genau damit, weil es schneller einzieht als Fett. Lies die Inhaltsangabe, bevor etwas auf eine Katzenpfote kommt, und halte dich an die Anwendungshinweise des Herstellers.
Praktisch heißt das: kein Wasser, keine Schüssel, kein Festhalten. Den Schaum auf die Bürste geben statt auf die Pfote, dann eine Pfote nach der anderen, und abbrechen, sobald die Katze genug hat. Die meisten lassen es beim zweiten oder dritten Mal von allein zu, weil nichts Unangenehmes passiert. Beim HundertHaar® Zauberschaum gilt dabei der Etiketthinweis: ausschließlich an den Pfoten, nicht auf Fell oder Körper.
Was ab Dezember dazukommt
Solange es nur nass ist, geht es um Schmutz. Sobald gestreut wird, kommt ein Reizstoff hinzu, und die Reinigung wird von einer Frage der Sauberkeit zu einer Frage des Wohlbefindens.
Der ZZF – Zentralverband der Heimtierbranche beschreibt den Zusammenhang deutlich: Streusalz entzieht den Pfoten Feuchtigkeit und trocknet die Ballen aus, und bei Ballen, die schon spröde sind, verursacht es Schmerzen. In kleinen Hautrissen brennt gelöstes Salz. Der Verband empfiehlt, es nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abzuwaschen und dabei mit den Fingern langsam durch den felligen Bereich zwischen den Zehen zu streichen. Ebenso deutlich ist der zweite Hinweis: Das Tier soll die Pfoten anschließend nicht ablecken und keinen verschmutzten Schnee fressen, weil beides die Magenschleimhaut reizen kann, bis hin zu einer akuten Gastritis.
Damit verschiebt sich im Winter auch die Reihenfolge. In der Matschzeit reicht es, die Pfote sauber zu bekommen. In der Streusalzzeit gehört sie sauber, bevor das Tier sich hinlegt und anfängt zu putzen. Wer gestreute Wege ganz umgehen kann, umgeht sie.
Wann die Pfote in tierärztliche Hände gehört
Reinigen ist Pflege und keine Behandlung. In die Praxis gehören offene oder nässende Stellen, Blasen, eine deutliche Rötung mit Wärme, ein Fremdkörper, der sich nicht lösen lässt, Lahmheit, anhaltendes Lecken an einer bestimmten Pfote und ein plötzlich stark veränderter Geruch zwischen den Zehen. Das gilt für Hund und Katze gleichermaßen. Zeigt ein Hund nach dem Spaziergang Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall, gehört auch das abgeklärt.
Häufig gestellte Fragen
Wie bekomme ich Matschpfoten am schnellsten sauber?
Grobes antrocknen lassen und trocken abnehmen, dann die Zehenzwischenräume feucht nacharbeiten und trocken abwischen. Sofortiges Schrubben im nassen Zustand verteilt den Matsch nur und drückt Körner tiefer hinein.
Reicht ein Handtuch nach dem Spaziergang?
Für die Beine ja, für die Zehenzwischenräume nicht. Genau dort bleibt das Material liegen, das später reibt. Ein Handtuch kommt in diese Falten nicht hinein.
Muss ich die Pfoten nach jedem Spaziergang reinigen?
Nach jedem Gang, bei dem etwas an den Pfoten hängt, und im Winter nach jedem Weg über gestreute Flächen. Kurz und regelmäßig ist wirksamer als selten und gründlich.
Wie reinige ich die Pfoten einer Katze, die kein Wasser mag?
Ohne Wasser. Das Mittel auf die Bürste geben statt auf die Pfote, eine Pfote nach der anderen, nicht festhalten und früh aufhören. Verwende nur Produkte, die ausdrücklich für Katzen freigegeben sind, und halte dich an deren Anwendungshinweise.
Woran erkenne ich eine gereizte Stelle zwischen den Zehen?
Am Verhalten und am Blick dorthin. Ein Tier, das eine Pfote immer wieder beleckt, sie beim Gehen entlastet oder beim Berühren wegzieht, hat meistens einen Grund. Rötung, Schwellung oder eine offene Stelle gehören tierärztlich angesehen.
Wenn es nach jedem Spaziergang schnell gehen soll, hilft kein Eimer, sondern etwas, das ohne Wasser auskommt und in die Jackentasche passt. Der HundertHaar® Zauberschaum reinigt Ballen und Zehenzwischenräume und wird trocken abgewischt. 200 ml für 14,90 Euro, für Hunde und Katzen.
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