Haustier im Bett | Die Studie

Ein umstrittenes Thema. Die einen können kaum ohne den geliebten Vierbeiner einschlafen, die anderen finden allein die Vorstellung daran absurd. NO-GO oder Einschlafhilfe – und was sagt die Wissenschaft dazu?

Eine aktuelle Umfrage eines amerikanischen Matratzenherstellers zeigt deutlich, dass Menschen die Anwesenheit ihres Haustieres im Bett schätzen. 66% der 2000 Befragten erlauben ihren Fellnasen, mit ihnen das heilige Bett zu teilen. Warum? Natürlich weil kuscheln toll ist und weil einige das Gefühl haben, so besser schlafen zu können. 42% erklärten, sie fühlen sich einfach geborgener und sicherer.

Therapeutische Wirkung

Das britische Meinungsforschungs-Unternehmen OnePoll startete eine eigene Umfrage und befragte dafür 2000 Haustierliebhaber. Die Fragen drehten sich zunächst allgemein um ihre Beziehung zu ihrem Tier. Ganze 72% von ihnen berichteten davon, dass ihre Vierbeiner ihnen dabei helfen würden, Stress, Angstzustände und sogar Depressionen zu reduzieren. Wenn es um Motivation und Lebensenergie geht, gaben 62% an, dass ihr Tier ihnen zu mehr Bewegung verhelfe. Klar, durch die Verantwortung, die man für ein Lebewesen übernimmt, muss man aktiv, fit und vital bleiben. Das tägliche Aufstehen und Kümmern um ein Tier kann für einige Menschen sogar eine Art Lebensantrieb sein.

Geben sie uns mehr Geborgenheit als unsere Partner?

Überraschenderweise behaupteten zwei Drittel, also 65% der Befragten an, sich ihrem Haustier tatsächlich näher zu fühlen, als ihren unmittelbaren Familienmitgliedern. Außerdem gab über die Hälfte (58%) zu, dass sie lieber ihre pelzigen Begleiter neben sich liegen haben als den eigenen Partner oder die eigene Partnerin. Sie fühlen sich einfach entspannt und sicher. Katzenfans berichteten, dass das Schnurren ihrer Mieze beinahe wie ein weißes Rauschen auf sie wirke und sie sofort beruhige.

Unruhe im Bett

Allerdings bleibt es nicht aus, dass sich Tiere – genau wie Menschen, im Schlaf bewegen. Sie wachen schon mal auf, haben ihren eigenen Schlafrhythmus und sorgen im schlimmsten Fall für Unruhe bei ihrem Herrchen, bzw. Frauchen. Erfahrungsgemäß sind Hunde und Katzen gute Bettwärmer. Was im Winter super kuschelig sein kann, kann im Sommer jedoch ganz schön heiß und ungemütlich werden. Manch einem Besitzer wird zu warm und dies ist definitiv nicht förderlich für guten Schlaf.

Gesundheitliche Risiken?

Sind allergische oder asthmatische Krankheiten auszuschließen, spricht nichts gegen Fellnasen im Bett. Im Gegenteil: Sie können sogar unsere Gesundheit fördern! Zum Beispiel könne ihre beruhigende Wirkung auf uns Stress und Angst reduzieren. Das hingegen wirke sich positiv auf unsere Herzgesundheit aus. Durch das ständige Zusammensein mit Hund und Katze sei das Immunsystem auf die Probe gestellt – und im besten Fall stärke es die Abwehrkräfte.

Wichtig zu beachten ist jedoch das regelmäßige Entwurmen und die Kontrolle auf Zecken und Flöhe. Denn diese Parasiten können Überträger von gefährlichen Krankheiten wie Borreliose sein.

Fazit

Wie bei fast allem im Leben gibt es Aspekte dafür und auch dagegen. Was das Teilen des Schlafgemaches angeht, sagt Schlafmediziener Dr. Bhanu Prakash Kolla von der Mayo Schlafklinik: „All dies deutet darauf hin, dass es nicht unbedingt schlecht ist, Haustiere im Bett oder Schlafzimmer zu haben“.

Und letztendlich liegt es an dir, eine passende Antwort auf die Frage „Haustier im Bett?“ zu finden. Wie tickt dein Tier? Ist euer Schlafrhythmus kompatibel? Probiert es doch einfach mal aus.

Quellen

Kato P. (2022). More people would rather sleep with their pet than their spouse. New York Post.

Brooks HL, Rushton K, Lovell et al. (2018) The power of support from companion animals for people living with mental health problems: a systematic review and narrative synthesis of the evidence. BMC Psychiatry.

Titelbild: Adobe Stock peter


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