Dein Hund kratzt sich ständig? Warum Allergien so oft falsch behandelt werden

Du erfährst, warum Allergien bei Hunden so häufig falsch eingeschätzt werden und welchen ersten Schritt du selbst gehen kannst.

von Sina Mertens | Fachredaktion Gesundheit

Es fängt schleichend an. Ein bisschen Kratzen hier, ein gerötetes Ohr dort. Du denkst: Wird schon wieder. Aber es wird nicht wieder. Es wird schlimmer. Dein Hund leckt sich die Pfoten wund, das Fell wird stumpf, die Haut schuppig. Der Tierarzt sagt: Allergie. Und dann beginnt für viele Hundehalter eine Odyssee, die Jahre dauern kann.

Das Problem: Eine Diagnose, tausend Fragezeichen

Allergien bei Hunden nehmen seit Jahren rasant zu. Das beobachten Tierärzte und Tierheilpraktiker gleichermaßen. Doch für die meisten Hundehalter beginnt mit der Diagnose nicht etwa Klarheit, sondern Verwirrung. Therapien wirken nicht oder nur vorübergehend. Medikamente verursachen Nebenwirkungen. Die Behandlungskosten steigen. Und im Internet findet sich zu jeder Empfehlung eine Gegenempfehlung.

Das Grundproblem: Es gibt kein Standardprogramm, das für jeden allergischen Hund funktioniert. Jeder Allergiker ist individuell. Was bei einem Hund Wunder wirkt, kann beim nächsten völlig wirkungslos sein. Wer das nicht versteht, dreht sich im Kreis.

Was im Körper passiert

Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem deines Hundes auf eigentlich harmlose Stoffe, als wären sie gefährliche Eindringlinge. Pollen, Futtermittelbestandteile, Hausstaubmilben oder Flohspeichel – der Körper fährt eine Abwehrreaktion hoch, die sich als Juckreiz, Hautrötung, Ohrentzündung oder Verdauungsprobleme zeigt.

Das Tückische: Die Symptome sind oft unspezifisch. Ohrentzündungen können dutzende Ursachen haben. Pfotenlecken ebenso. Deshalb dauert es häufig so lange, bis die richtige Ursache gefunden wird.

Der erste Schritt, den du selbst gehen kannst

Bevor du dich in Spezialdiäten und Allergietests stürzt, hilft eines enorm: Verstehen, was überhaupt passiert. Wenn du weißt, wie das Immunsystem deines Hundes tickt, welche Allergietypen es gibt und welche Auslöser in Frage kommen, kannst du viel gezielter mit deinem Tierarzt zusammenarbeiten.

Tierheilpraktikerin Annette Dragun hat über 20 Jahre Erfahrung mit vierbeinigen Allergikern. In ihrem Ratgeber erklärt sie verständlich und praxisnah, was bei einer Allergie im Körper falsch läuft, welche Therapien aus Naturheilkunde und Schulmedizin tatsächlich helfen und worauf du getrost verzichten kannst.

Tipp: Ihr Ratgeber „Tierischer Juckreiz“ ist erhältlich auf www.minervastore.de.

Du hast den ersten Schritt schon gemacht: Du hast dich informiert. Und manchmal ist das Verstehen der Krankheit bereits der Anfang der Besserung.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt nicht den Besuch beim Tierarzt. Bei Hautproblemen oder Verdacht auf eine Allergie konsultiere bitte immer einen Fachmann.

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